Cannabis-Psychose-Risiko: Von welchen Drogen bekommst du eine Psychose?
Okay, first things first: Ja, Kiffen kann Psychosen auslösen. Trotzdem denkst du beim Wort "Hängenbleiben" erstmal an LSD, Shrooms und Co. Macht Sinn: Ein Trip sieht aus wie Psychose in Zeitraffer. Aber: Wie wild dein Kopf im Rausch abbiegt, sagt erstmal nix über das Risiko aus, ne Psychose zu kriegen. Weil: Hallus im Rausch, ne Psychose, die von ner Substanz ausgelöst wurde und ne Schizophrenie sind unterschiedliche Sachen.
Fangen wir beim Rausch an. LSD, Shrooms, DMT und Co. können deine Wahrnehmung komplett auf links drehen: Wände atmen. Deine Zimmerpflanze wird zur Gesprächspartnerin. Zeit existiert nur noch theoretisch. Sieht maximal nach Psychose aus. Ist aber erstmal nur der Trip.
Und auch Weed kann die Reality während deines Highs ins Wanken bringen: Du denkst, alle reden über dich, jemand verfolgt dich und das Side-Eye von deinem Crush geht safe an dich. Solche Symptome können scary sein, verschwinden aber meistens so schnell, wie sie gekommen sind – sobald der Rausch abflacht, ist auch die Paranoia weg.
Aber was, wenn du wieder nüchtern bist und dein Kopf trotzdem weiter Film schiebt? Wenn Stimmen, Wahnvorstellungen oder extreme Paranoia über Tage oder länger bleiben?Dann kann ne substanzinduzierte psychotische Störung dahinterstecken. Heißt: Dein Trip hat ne Psychose ausgelöst – und die ist nicht zusammen mit dem Rausch gegangen.
Das kann auch bei Cannabis passieren. Aber: besonders oft sieht man’s bei Uppern wie Amphetamin, Methamphetamin, Monkey Dust und Co. Und wenn du jetzt noch drei Nächte durchballerst, kann dein Schlafmangel das Ganze eskalieren lassen. Der Plottwist: Bei LSD und anderen Psychedelika sind länger anhaltende Psychosen tatsächlich eher selten.
Bei vielen Leuten mit substanzinduzierten Psychosen gehen die Symptome wieder weg, wenn sie länger nicht smoken, ziehen, ballern. Aber halt nicht bei allen. Manchmal geht die Psychose nicht einfach wieder. Sie bleibt – oder kommt zeitverzögert.
Und damit sind wir bei der Schizophrenie und anderen längerfristigen psychotischen Erkrankungen. Wenn psychotische Symptome anhalten oder später kommen, obwohl längst keine Substanz mehr in deinem System ist, reden wir nicht mehr über nen Rausch oder ne kurzfristigere Drogenpsychose. Dann kann zum Beispiel ne Erkrankung aus dem Schizophrenie-Spektrum dahinterstecken. Psychotische Erkrankungen entstehen durch den Mix von verschiedenen Faktoren: Genetische Veranlagung, psychische Vorbelastungen, Umweltfaktoren und mehr. Und ja: Substanzkonsum kann einer von diesen Risikofaktoren sein.
Und hier wird jetzt endlich auch dein Dübel richtig wichtig: Cannabis gehört zu den Substanzen, bei denen der Zusammenhang mit längerfristigen psychotischen Erkrankungen besonders gut untersucht ist. Und hier gilt: öfter ist schlechter. Stärker auch. Je früher, häufiger und länger du kiffst und je mehr THC dein Weed hat, desto höher das Risiko. Gerade bei Peeps, die sowieso schon eine höhere Vulnerabilität, aka Anfälligkeit, mitbringen, kann der Joint dann der Extra-Push sein, durch den ne Psychose erst auftritt oder eine Erkrankung früher sichtbar wird.
Und jetzt wird’s wild: Psychotische Symptome können nicht nur kommen, wenn du ballerst – sondern auch, wenn du damit aufhörst. Bei ner starken Abhängigkeit von Alkohol, Benzos oder “G” kann ein abrupter Entzug Hallus, Verwirrtheit und im Worst-Case sogar nen Delir auslösen.
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