Der Drogen-Knigge – 6 soziale Konsum-Regeln
Jetzt geht’s um dich, deine Friends und wie ihr aufeinander aufpasst, wenn ihr euch die Kante gebt, wegschallert und ballert. Der Knigge fürs Feiern. Der Konsum-Kodex. Die Don’t-Be-A-Dick-Guideline. How not to be an asshole. Aber no worries, es geht nicht um die Frage, in welchem Winkel dein Besteck den Teller tangieren darf.
Regel Nummer eins: Sag an, was du austeilst. Pep, Koks, Mephe oder doch Monkey Dust? Placebo oder Abrissbirne? Park-Fund oder Labor-Checked?
Regel Nummer zwei: Sharing is caring – aber nicht bei allem. Ziehröhrchen, Pfeifen, Spritzen und alles, was Blut oder verletzte Schleimhäute berührt, werden nicht geteilt. Weißt du. Das Neue und Soziale? Sei kein Arsch und mach’s den anderen nicht schwerer, safer zu konsumieren. Kein Side-Eye oder Kommentar. Die Person mit eigenem Equipment ist nicht komisch. Komisch ist, dass Teilen überhaupt noch Standard ist.
Regel Nummer drei: Finger weg von fremden Gläsern. Selbsterklärend, aber Konsens gilt nicht nur im Bett. Bestellung bleibt Bestellung, Nein bleibt Nein und nur Ja heißt Ja. Jeder Extra-Shot, jedes Pulver, jede Pille mehr ohne Zustimmung ist „Spiking“ und damit nicht nur bodenlos uncool, sondern auch eine Straftat.
Regel Nummer vier: Maximal einmal fragen und Druck machen ist ein No-Go. Ein Nein braucht weder Begründung noch Rechtfertigung und auch keine zweite Verhandlungsrunde. Wer nicht will, will nicht. Und wer trotzdem überredet ist ein Kek. Nüchtern bleiben, früher aufhören oder weniger nehmen darf dich nicht zum Larry deiner Crew machen.
Regel Nummer fünf: Abgeschmiert, fotografiert und hochgeladen? Absturz ungleich Content. Deine Friends geben mit ihrer Zurechnungsfähigkeit nicht auch ihre Privatsphäre an der Garderobe ab. Minus Aura, wenn du sturzbesoffene Friends postest. Kein Recap für die Story, kein Beweisvideo für den Gruppenchat, kein Foto fürs nächste Geburtstags-Carrousel. Handy runter. Aus die Maus.
Regel Nummer sechs: No Raver left behind. Dein Bro ist kein E-Scooter – wer abkackt, wird nicht abgestellt und später wieder eingesammelt. Du bleibst da. Alleingelassen zu werden ist einer der größten Risikofaktoren überhaupt. Wird’s ernst, holst du Hilfe. Zusammen ballern, aufeinander aufpassen.
Erst Druck machen, dann judgen, wenn’s schiefgeht? Bei dem Game kannste nur verlieren. Und genau dieser Bullshit kann dazu beitragen, dass Leute Konsum verstecken, Probleme nicht ansprechen und im Zweifel zu spät Hilfe holen. Scham macht Konsum nicht safer. Gute Friends schon.
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- Gedik, H., Voss, T. A., & Voss, A. (2013). Money and transmission of bacteria. Antimicrobial Resistance and Infection Control, 2(1), Art. 22.
- Deo, V. S., Bhullar, M. K., Gilson, T. P., Flannery, D. J., & Fulton, S. E. (2024). The need to rethink harm reduction for people using drugs alone to reduce overdose fatalities. Substance Use & Misuse, 59(3), 450–458.
