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Notfall

MDMA-Überdosis – was tun?

Ihr googelt oft: „MDMA-Überdosis: Was tun?“. Und das wahrscheinlich nicht gechillt mit Takeout im Bett, sondern um 5:37 neben Paula im Club.

Wir würden euch jetzt gerne den Schritt-für-Schritt Plan geben, den gibt’s aber nicht. Drogennotfälle können super unterschiedlich aussehen und ablaufen. Je nach – wir hatten’s gerade schon – Substanz, Set & Setting.

Bei MDMA, Speed, Koks und andere Uppersind Warnzeichen: Du überhitzt komplett, bist verwirrt, extrem unruhig oder kriegst Panik. Dazu können heftiges Herzrasen, Brustschmerzen, steife Muskeln, starkes Zittern, unkontrollierte Zuckungen, Krampfanfälle oder ein Kreislaufkollaps kommen. Und wichtig: Überdosis heißt nicht automatisch bewusstlos auf dem Boden liegen. Du kannst noch stehen, reden, tanzen oder komplett aufgedreht wirken und trotzdem gerade medizinische Hilfe brauchen.

Aber was tun? Ist die Person noch ansprechbar, erstmal raus aus dem Chaos: an einen ruhigen, geschützten Ort, weg von Bass, Strobo und Menschenmassen. Rede ruhig mit ihr und reduzier alles, was zusätzlich stresst. Ist sie überhitzt: ab an einen kühleren Ort, enge oder unnötige Klamotten lockern bzw. ausziehen. Ist sie dagegen kühl, blass, nass oder friert, pack sie warm ein.

Kurzer Abstecher zu dämpfenden Substanzen, bevor’s gleich mit der Emma-Nothilfe weitergeht: Bei Opioiden, Benzos oder Alkohol sieht ein Notfall oft anders aus. Die Person ist schläfrig, kaum weckbar oder atmet enorm langsam und unregelmäßig. Einfach den Rausch ausschlafen lassen klingt nach der guten Idee? Bitte nicht! Du musst sie nicht anschreien oder wachrütteln, aber lass sie auf keinen Fall allein oder unbeobachtet. Mach Telefonkonferenz mit 112 und check regelmäßig, ob die Person reagiert und normal atmet. Schnarchen, Röcheln, Gurgeln oder Schnappatmung können auf blockierte Atemwege oder Atemprobleme hinweisen.

Versuch nicht, sie zum Kotzen zu bringen. Statt Entgiftung im Fast-Modus gibt’s im Worst-Case Erstickungsgefahr. Chemisch gegensteuern? Genauso lost! Mehr Stoff heißt mehr Wechselwirkungen, mehr Belastung und weniger Plan, was im Körper gerade abgeht.

Du bist unsicher? 112 wählen. Lieber zu oft zu früh als einmal zu spät.

Jetzt die 112 wählen: Sag dem Notruf, wo ihr seid, was passiert ist, was die Person für Symptome hat, ob sie bei Bewusstsein ist und ob sie normal atmet. Bleib bei der Person, bis Hilfe da ist. Folge den Anweisungen der Leitstelle. Wenn du’s weißt: sag dem Rettungsdienst vor Ort, was, wann und wie viel die Person konsumiert hat – auch wenn’s illegal ist. Je genauer die Einsatzkräfte wissen, womit sie es zu tun haben, desto besser können sie korrekt behandeln.