Monkey Dust – die Droge und die Wirkung
Monkey Dust ist keine einzelne Droge, sondern ein Etikett für eine Gruppe extrem starker synthetischer Cathinone wie MDPHP, MDPV oder Alpha-PVP. Anders als Mephedron & Co. wird Monkey Dust oft geraucht – dadurch wirkt es schneller, die Wirkung lässt aber auch schneller nach, was schnell zum Nachlegen verleitet.
„Monkey Dust ist der Straßenname für eine Gruppe synthetischer Cathinone, die typischerweise geraucht werden – etwa MDPHP oder MDPV. In Deutschland wird die Substanz vor allem in zwei Kontexten relevant: beim sexualisierten Substanzkonsum und in der offenen Szene, wo sie teilweise Crack ersetzt oder ergänzt.“
Dr. Antonia Bendau – Psychologin, Charité
First things first: Monkey Dust ist keine einzelne Droge – es ist ein Etikett. Monkey Dust ist der Street-Name für eine Gruppe von mega starken synthetischen Cathinonen. MDPHP. MDPV. Alpha-PVP. Alpha-PHP. Ist dir auch zu abstrakt? Anders gesagt: Monkey Dust ist wie russisch Roulette im Baggie. Du kaufst es und hast keine Ahnung, was genau du kriegst. Safe ist: Es ballert. Und zwar vor allem Dopamin, deine körpereigene Belohnungssubstanz.
Kombinier das mit Sex – und zwei Dopamin-Booster schaukeln sich gegenseitig hoch.
– no surprise, dass Monkey Dust vor allem in diesem Kontext auftaucht: Chemsex. Also Sex, bei dem Substanzen im Spiel sind. Länger, intensiver, enthemmter. Die meisten Daten kommen bisher aus der queeren Szene, konkret von Männern, die Sex mit Männern haben. Heißt aber nicht, dass es dort bleibt.
Der USP von Monkey Dust? Neben seiner krassen Potenz, vor allem die Art wie du’s nimmst. Während Mepehdron und Co. oft gezogen oder geschluckt werden, sticht Monkey Dust heraus: es kann geraucht werden.
Das Ding: Wer die Droge raucht, wird schneller high als dein Puls beim Sprint zur letzten Ubahn. Das Problem: Die Wirkung lässt genauso schnell nach, wie sie gekommen ist. Dein Gehirn sagt „mehr“ und du legst nach – manchmal über Stunden oder Tage hinweg. Wer 1 +1 zusammenzählen kann, checkt: Das Zeug macht abhängig und zwar schnell.
Hätte Monkey Dust einen Beipackzettel, wär der länger als die AGBs, die du wirklich immer wegklickst. Psychische Nebenwirkungen: Angstzustände, Panikattacken, Paranoia, Halluzinationen, Realitätsverlust und mehr. Körperliche Nebenwirkungen: Herzrasen, Bluthochdruck, Überhitzung, Schlafmangel... Notaufnahmen und Rettungsdienste berichten immer häufiger von krassen Fällen.
- Charité – Universitätsmedizin Berlin, & Landesstelle Berlin für Suchtfragen. (2024). Evaluationsbericht Drug-Checking in Berlin. Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.
- Bendau, A., Bournot, P., Betzler, F., Clay, C., Desaga, J., & Michnevich, T. (2026). From dust till dawn: Patterns, motives, and risks of using smokable synthetic cathinones. Harm Reduction Journal, 23(1), Art. 44.
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